Unsere Sonne ist ein interessantes Objekt für Beobachtungen mit dem Teleskop, wenn sie sich in diesen Tagen mal blicken lässt.

Zur Beobachtung der sich ständig verändernden sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre) mit ihren Flecken genügt schon eine Sonnenfilterfolie vor dem Fernglas oder Teleskop, welche das Licht auf eine sichere Helligkeit dämpft und die schädlichen UV- und Infrarot-Strahlen blockt.
(Sonnenfilterfolie gibt es von Baaderplanetarium in verschiedenen Grössen zum zuschneiden.)
Die Sonne ist momentan sehr aktiv, was sich durch eine hohe Anzahl von Sonnenflecken äussert. Die Sonnenflecken sind relativ zur umgebenden Photosphäre etwas kühlere Gebiete, die deshalb als dunkle Flecken auf der Sonne in Erscheinung treten. Aktuell wurde eine Sonnenfleckenrelativzahl von 137 bestimmt, ein hoher Wert. Zwei grosse Sonnenfleckengruppen bedeckten z.B. am 04.12. die Sonne. Total waren auf der Sonne 57 Flecken in acht Gruppen auszumachen.
Durch eine Rotationszeit der Sonne von ca. 25 Tagen und der hohen Aktivität gibt es täglich neues zu entdecken.

Um die spektakulären Strukturen der Chromosphäre wie Sonnenfackeln, Strahlungsausbrüche und Protuberanzen beobachten zu können benötigt man ein für H-alpha umgebautes oder ein speziell für H-alpha gebautes Teleskop.
Solch ein Teleskop zeigt nur den satten, roten H-alpha Spektralbereit des Sonnenlichts, welches der Wasserstoff auf der Sonne abgibt und macht so einen Teil der Chromosphäre sichtbar.

Infos und aktuelle Bilder der Sonne findet man auf der SoHO (Solar and Heliospheric Observatory) Seite der NASA