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Kropfmultimedia's Blog

…gemeinsam auf dem Weg zum besten Bild

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Ferngläser und Astro-Teleskope

Erfahren Sie mehr über optische Geräte wie Ferngläser und Teleskope. Nutzen Sie besonders das grosse Know How von unserem Herr Flury, der Ihnen im Astrobereich einiges an Wissen weitergeben kann.

Anschliessen einer Vollformat-DSLR an einem Teleskop…

Eine Vollformatkamera mit mittlerer Auflösung scheint ideal für die Astrofotografie geeignet zu sein. Der grosse Sensor bietet ein vergrössertes Sichtfeld und grosse Pixel. Doch leider ergeben sich gerade durch den grossen Sensor z.B. an Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskopen ein paar Probleme, nämlich Vignettierungen. Vignettierungen sind Abschattungen, die durch einen zu kleinen Bildkreis oder anderen Hindernissen im Bild, meist am Rand und vor allem in den Bildecken entstehen. Der Bildkreis von Celestrons Schmidt-Cassegrain Teleskopen ist ein wenig zu klein um den Vollformatsensor voll bzw. gleichmässig auszuleuchten. Hier ist die Wahl des richtigen T-Adapters wichtig.

celestron_vollformat_kamera2

 

Der einfache 1.25“ Steckanschluss ist ungeeignet für eine Vollformatkamera wie das Bild, hier an einem C8 ohne Reducer, deutlich zeigt

C8-F10-1_25.jpg

Für ein voll ausgeleuchtetes Bild benötigt man mindestens den Celestron T-Adapter für C5-C14, welcher direkt mit dem Teleskop verschraubt wird.

c8-f10-celestron

Hier ist das Bild voll ausgeleuchtet mit einer gleichmässigen Vignettierung gegen die Mitte hin.

Die Vignettierung lässt sich mit dem kurzen Baader Planetarium SCT T-Adapter #21 deutlich verringern.

c8-f10-baader

Hat man zusätzlich den F6.3 Reducer montiert reicht auch der Durchmesser des T2-Anschlusses nicht mehr aus und komplett dunkle Ecken lassen sich nicht mehr vermeiden.

Aber auch hier ist der Unterschied zwischen dem Celestron und Baader Adapter deutlich.

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Celestron C8 mit Canon EOS 6D und Celestron SCT Adapter
c8-f6_3-baader
Celestron C8 mit Canon EOS 6D und kurzen Baader SCT T-Adapter #21

Diese Ecken sind für die meisten Bilder nicht so schlimm, wenn man diese in der Ausrichtung des Bildes berücksichtigt.

Zum entfernen der Vignettierung und der schwarzen Ecken können Flats erstellt werden. Dazu richtet man das Teleskop auf eine gleichmässig weisse Lichtquelle und macht einige Bilder (mit der Kamera in der gleichen Position wie bei den Aufnahmen), die dann in der Bildbearbeitung zum entfernen der Vignettierung und anderer Bildfehler wie Staub verwendet werden können.
Alternativ kann man auch einfach ein weisses Tuch über die Öffnung legen und durchleuchten oder man baut sich aus Plexiglas eine Flatfield-Box. Wichtig ist , dass das Licht über die ganze Fläche gleichmässig ist.

Gerne beraten wir sie über die passenden Anschlussmöglichkeiten für Ihre Kamera im Laden in Herzogenbuchsee. Patrik Flury wird ihnen die verschiedenen Möglichkeiten gerne erklären und zeigen.

http://www.fernglasstore.ch

 

Naturfotograf Roman Burri hat das neue Gitzo GT2545T Traveler in den Dolomiten getestet.

Gitzo 2545 Traveler

Ich habe auf meiner letzten Fotoreise in die Dolomiten für gitzo-shop.ch das Gitzo 2545 Traveler getestet.
Ich war 8 Tage mit dem Stativ unterwegs und habe es in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt.

Gitzo GT 2545T (4 von 1) 2

Erwartungen an das Stativ:
Mein Stativ muss bequem zu transportieren sein, schnell aufgebaut, sicher stehen und bei Langzeitbelichtungen möglichst keine Vibrationen der Umgebung und des Windes übertragen. Zudem sollte es leicht sein aber dennoch genug massiv um meine schwere Kameraausrüstung problemlos zu tragen.

Gitzo GT 2545T (1 von 1) 2

Erster Eindruck:
Ich fotografiere aktuell mit einem Gitzo Gitzo GT3542LS aus der aktuellen Serie. Im Vergleich zum neuen Traveler fällt auf, dass die Drehverschlüsse kürzer geworden sind und somit die zusammengelegte Grösse verkleinert wurde.
Wie gewohnt wirkt alles sehr hochwertig, ist durchdacht und schaut gut aus. Als Zubehör gibt es alle nötigen Schlüssel um den Kugelkopf zu befestigen und die beweglichen Teile nach zu ziehen wenn mal etwas locker sein sollte.
Zusätzlich zur langen Mittelsäule gibt es noch eine kurze ca. 10 cm lange Mittelsäule welche unten nicht herausragt um bodennahe Aufnahmen zu ermöglichen. Ein Schutzbeutel ist auch noch vorhanden.
Die Drehverschlüsse sind abgedichtet und vermindern das Eindringen von Staub und Sand, was vor allem beim Fotografieren am Strand sehr nützlich ist.
Die Stativbeine der Traveler Serie können in die Gegenrichtung eingedreht werden um das Packmass nochmals zu verkleinern, Voraussetzung hierfür ist, dass der Kugelkopf genug klein ist, wie z.b. ein Novoflex Classic Ball 2. Mein Kugelkopf war leider ein wenig zu gross dafür. Für mich aber kein Ausschlusskriterium da ich das Stativ auf der Rucksackseite befestige und dort genügend Platz vorhanden ist. Für alle die aber auf ein kleines Packmass Wert legen sicher ein wichtiger Punkt.
Das Stativ ist sehr leicht, es wiegt nur 1,34 kg ohne Kugelkopf und ist genügend stabil um schwere Kameras wie eine Nikon d810 oder Canon 5ds mit grossen Objektiven wie z.b. ein 200mm 2.8 zu tragen und verwackelungsfreie Bilder zu machen.
Gitzo GT 2545T (3 von 1)

Praxis:
Am ersten Fotospot angekommen, habe ich gleich das Stativ aufgestellt um mir einen geeigneten Standpunkt ausgesucht für den Sonnenuntergang.
Die Stativbeine lassen sich sehr leicht ohne starken Widerstand aufklappen und bleiben trotzdem bei Bewegung in Position und klappen nicht wieder zurück.
Der Drehverschluss um die Stativsegmente auszufahren lässt sich sehr einfach bedienen und ist sehr leichtläufig, es reicht aus mit der Hand alle Verschlüsse auf einmal eine halbe Umdrehung zu lösen und schon kann man die Segmente auseinanderziehen. Das ist sehr praktisch da man nicht jedes Bein und separat aufdrehen muss. Den Handling-Test hat das Stativ also hervorragend bestanden – es ist sehr angenehm zu bedienen.
Zuerst hatte ich ein wenig Zweifel an der maximalen Ausfahrhöhe, da ich die meisten Aufnahmen sowieso bodennah oder auf max 1,3 m aufnehme war die Größe gerade perfekt.
Sollte mal ein Zaun oder ein Hindernis im Weg stehen, hat man die Möglichkeit das Stativ mit voll ausgezogenen Beinen und Mittelsäule bis auf 1,54 m auszufahren, danach kommt noch der Kugelkopf und die Kamera hinzu und somit kommt man auf ca. 1,7 m was eigentlich in fast jeder Situation reichen sollte.
Als endlich mal eine klare Nacht angekündigt war, habe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Platz gemacht um die Milchstraße zu fotografieren. Hier ist es wichtig, dass das Stativ stabil steht und keine Verwacklungen entstehen.
Auch dieser Test hat das Gitzo 2445 Traveler problemlos bestanden, sogar bei starkem Wind. Sicherheitshalber habe ich hier die untersten dünnen Segmente nicht ausgefahren, da diese der grösste Schwachpunkt sind was die Stabilität anbelangt. Im allgemeinen ist sowieso darauf zu achten, dass man immer zuerst von oben die dicken Segmente ausfährt und wenn möglich die letzten dünnen Segmente nur zum ausnivellieren benützt um einen optimalen halt zu gewährleisten. Die Gumminoppen an den Enden der Stativbeine geben optimalen Halt am Boden.
Gitzo GT 2545T (2 von 1)

Ich war in diesen Tagen auf vielen verschiedenen Untergründen unterwegs, in schlammiger Wiese, auf felsigem Gestein und sandigem See und Flussufer und habe erstaunlicherweise noch kein Dreck in den Verschlüssen.
Es empfiehlt sich trotzdem das Stativ nach einer größeren Tour zu zerlegen, zu reinigen und mit Silikon nachzufetten.
Einziger Schwachpunkt, am unteren Ende der Mittelsäule hat es einen Gummiring den ich schon innert kürzester Zeit verlor ohne dass ich es bemerkt habe. Das ist mir schon beim vorderen Stativ der 3er Serie passiert. Der Gummiring verhindert beim zusammenklappen, dass die Beine die Mittelsäule berühren und somit die Beine verkratzt werden.
Gitzo GT 2545T (1 von 1)

Fazit:
Trotz anfänglicher Skepsis wegen der Stabilität der 2er Serie war ich sehr überrascht, dass es absolut ausreicht auch für grosse Kameras mit grossen Objektiven.
Das Perfekte Stativ für Landschaftsfotografen die Wert auf geringes Gewicht und Größe sowie perfekte Stabilität und Handling legen.
Für die Reise kann es sehr kompakt zusammengelegt werden und passt in jedes Handgepäck.
Die Verarbeitung und Qualität ist gewohnt top und sofort erkennbar, wenn man es in den Händen hält.
Ein Gitzo der 3er Serie würde für mich erst wieder für ein 500 oder 600mm 2.8er Objektiv in Frage kommen da es schon sehr viel schwerer und grösser ist. Mich hat es in jeder Hinsicht überzeugt.

Über Roman Burri
Seine Leidenschaft ist die Landschafts- und Naturfotografie. Auf seinen Touren durch die Schweiz oder im Ausland hat er schon einige einzigartige Aufnahmen machen können. In einigen Workshops gibt Roman sein Wissen und die Motivation an seine Kursteilnehmer weiter. Roman ist für Einzelcoachings im Bereich Landschaft- und Naturfotografie mit anschliessender Bearbeitung in Adobe Lightroom buchbar.

Mehr Informationen zu Roman Burri…
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Kowa BD XD Ferngläser… Ein wahnsinnig gutes Preis- Leistungsverhältnis…

Über ein Fernglas zu schreiben ist immer ein wenig schwierig. Durchschauen kann ja nur der Betrachter. Nun möchte ich hier aber ein wenig beschreiben wie es aussieht, wenn ich durch eines der Kowa BD/XD Ferngläser in die Landschaft schaue. Besonders zu bemerken sind die minimen und fast nicht vorhandenen Farbfehler (Aberrationen)! Als Kenner von Ferngläsern schaue ich sehr früh darauf wie ein Fernglas bei Kanten zwischen hellen und dunklen Stellen mit diesen Fehlern umgeht. Sehr erfreulich ist, dass bei dieser Kowa Linie kaum solche zu bemerken sind. Das Sichtfeld (ich habe den 8×42 benutzt) ist sehr hell und angenehm. Bei der Schärfe kann das Glas gegen die Ränder der Objektive nicht ganz mit den Spitzenmodellen von Leica, Steiner oder Kowa mithalten, ist aber trotzdem echt gut. Ich muss hier aber auch gerecht bleiben und darauf hinweisen, dass diese Gläser im Vergleich um Fr. 1000.—bis 1500.— günstiger sind. Dies sind einige wenige Eindrücke, welche ich beim Durchschauen dieses Glases hatte.
Was sicher auch auf dem Bild auffällt ist die kompakte Grösse dieses Fernglases mit 42mm Öffnung. Es ist kaum grösser als andere Ferngläser mit einer Öffnung von 32mm. Es liegt echt super in der Hand und auch das Handling ist einfach und sauber gestaltet. Das Gehäuse ist Stickstoff gefüllt und überlebt so auch einen Taucher ins Wasser ohne Spuren davon zu tragen.
Mein Fazit zu den Kowa BD/XD Ferngläser ist… Ein sehr gutes Fernglas zu einem sehr attraktiven Preis!
Die Ferngläser von Kowa sind bei uns im Onleinshop zu kaufen… Hier geht’s zum Onlineshop…

Hohe Sonnenaktivität

Unsere Sonne ist ein interessantes Objekt für Beobachtungen mit dem Teleskop, wenn sie sich in diesen Tagen mal blicken lässt.

Zur Beobachtung der sich ständig verändernden sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre) mit ihren Flecken genügt schon eine Sonnenfilterfolie vor dem Fernglas oder Teleskop, welche das Licht auf eine sichere Helligkeit dämpft und die schädlichen UV- und Infrarot-Strahlen blockt.
(Sonnenfilterfolie gibt es von Baaderplanetarium in verschiedenen Grössen zum zuschneiden.)
Die Sonne ist momentan sehr aktiv, was sich durch eine hohe Anzahl von Sonnenflecken äussert. Die Sonnenflecken sind relativ zur umgebenden Photosphäre etwas kühlere Gebiete, die deshalb als dunkle Flecken auf der Sonne in Erscheinung treten. Aktuell wurde eine Sonnenfleckenrelativzahl von 137 bestimmt, ein hoher Wert. Zwei grosse Sonnenfleckengruppen bedeckten z.B. am 04.12. die Sonne. Total waren auf der Sonne 57 Flecken in acht Gruppen auszumachen.
Durch eine Rotationszeit der Sonne von ca. 25 Tagen und der hohen Aktivität gibt es täglich neues zu entdecken.

Um die spektakulären Strukturen der Chromosphäre wie Sonnenfackeln, Strahlungsausbrüche und Protuberanzen beobachten zu können benötigt man ein für H-alpha umgebautes oder ein speziell für H-alpha gebautes Teleskop.
Solch ein Teleskop zeigt nur den satten, roten H-alpha Spektralbereit des Sonnenlichts, welches der Wasserstoff auf der Sonne abgibt und macht so einen Teil der Chromosphäre sichtbar.

Infos und aktuelle Bilder der Sonne findet man auf der SoHO (Solar and Heliospheric Observatory) Seite der NASA

Lichtverschmutzung an meinem Standort.

Wie dunkel ist der Himmel an meinem lieblings Beobachtungsort wirklich? Was für eine Grenzgrösse muss ich in meinem Astronomieprogramm für den Beobachtungsort einstellen? Welcher Beobachtungsort ist jetzt wirklich besser?
Mann kann entweder anhand der sichtbaren Sterne schätzen oder man kann mit Hilfe der Dark Sky Meter-App für iOS einfach nachmessen.

Die App ist einfach zu bedienen. Einfach die Kamera verdecken, auf den „Dark“-Button drücken, anschliessend die Kamera in den Zenit richten und auf den „Sky“-Button drücken und nach einem kurzen Augenblick wird die Himmelshelligkeit als SQM-Wert und Grenzgrösse angezeigt (in der Lite-Version wird lediglich eine Beschreibung des Himmels ausgegeben). Danach kann man (wer will) den Wert zusammen mit den Wetterbedingungen und Ort an die Community übermitteln. Mit den Daten wird die integrierte Lichtverschmutzungskarte gefüttert.
Neben der Messfunktion bietet die App noch weitere praktische Funktionen. Auf dem Startbildschirm wird die aktuelle Sonnen-Auf- und Untergangs-Zeit, Dunkelheits Anfang und Ende und die Mondphase angezeigt. Ausserdem bietet die Vollversion auch noch eine Wettervorhersage für die nächsten Tage mit Wolken-, Seeing- und Klarheitsprognose im 3-Stundenformat.
Die App ist auf Englisch im App-Store für 2 Fr. zu haben und funktioniert ab iPhone 4S. Die App läuft zwar auch auf älteren iPhones, die Kameras sind aber nicht empfindlich genug für eine genaue Messung. Die aktuelle Version läuft nun auch mit iOS 8 und den neuen iPhone 6-Modellen.

Eine Android-Version ist aufgrund der unzähligen Handymodelle mit den unterschiedlichsten Kameras leider nicht erhältlich.

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Kowa Telephoto Lens / Scope im Test

Ich muss hier ganz ehrlich sein… Als ich das erste mal vom Kowa TelePhoto Lens / Scope gehört habe konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Die Idee eines Teleobjektives mit der Möglichkeit in ein Spektiv umzubauen war mir neu und ich hatte meine Vorurteile gegen diese „Weder Fisch noch Vogel Lösung“.
Diese Meinung habe ich auch dem Hersteller Kund getan. Dieser hat nicht lange diskutiert und mir ein solches Teil zum testen geschickt. Ich bin im Moment damit unterwegs und möchte meine Erfahrungen mit Ihnen Teilen.

Was ist das Kowa Telephoto Lens / Scope?
Die Idee dieser Optik ist es aus einem hochklassigen Teleobjektiv ein Spektiv zu machen und umgekehrt.
Das Objektiv hat eine Brennweite von 500mm und kann mit dem passenden Adapter an Nikon, Canon, Pentax K und Micro Four Thirds angeschlossen werden.
Mit den verschiedenen Adaptern TX07 (350mm F.4.0) TX10 (500mm F.5.6) und TX17 (800mm 9.6) kann mit verschiedenen Brennweiten fotografiert werden.
Mit der Prismaeinheit TP-88EC1 kann das Objektiv in ein Spektiv umgewandelt werden.

Die Bildqualität:
Mir wurde schnell klar, dass diese Optik nicht einfach ein billiges Spielzeug ist sondern optisch hervorragend konstruiert ist. Bei meinen Testaufnahmen konnte ich auch bei grossen Helligkeitsunterschieden keine Farbfehler feststellen. Andere günstige Teleobjektive sind da viel schlechter. Die Linsen aus Fluorit-Glas bieten dem Fotografen oder Beobachter ein sehr gute schärfe mit tollen Kontrasten und Farben, welche vergleichbar mit Top-Objektiven oder Top-Spekiven sind.
Wenn es rein nach der Bildqualität gehen würde,  ist es eine hervorragende Konstruktion. Auf der Nikon D800 sehr zu empfehlen.

Das Arbeiten:
Hier kommt aus meiner Sicht die Schwäche des Kowa Telephoto Lens / Scope zu Tage. Die Einstellung der Schärfe muss manuell gemacht werden. Wenn also schnelle Sachen wie Sport, Vögel oder Flugzeuge aufgenommen werden möchten, ist das Fingerspitzengefühl des Fotografen gefragt. Es stehen zwei Einstellringe für die Schärfeneinstellung zur Verfügung. Mit dem einen Ring wird schnell eingestellt, der andere ist für die Feinjustierung da. Es ging mir viel einfacher zu fokussieren als ich es mit vorgestellt habe. Wichtig ist bei diesen Brennweiten natürliche ein stabiles Stativ.

Mein Fazit:
Die Idee dieser Linse ist gut und eben so gut umgesetzt. Ich könnte mir doch vorstellen, dass einige, Ornithologen, Naturfotografen oder Jäger diese Art von Objektiv oder Spektiv für Ihre Anwendung einsetzen könnten. Zwei wirklich gute Linsen im gleichen Rucksack zu transportieren ist wegen dem grossen Gewicht kaum möglich. Es gibt natürlich die Möglichkeit von Digiscoping durch ein Spektiv mit Adapter. Aus Erfahrung ist dies qualitativ aber nicht ganz befriedigend. Nun könnten aber auch Kompromisse gemacht werden, ein weniger Lichtstarkes Telezoom welches leichter ist und ein leichtes Spektiv. Auch bei dieser Lösung werden Abstriche bei der Qualität gemacht.
Hier kommt nun die Kowa Telephoto Linse / Spektiv zum Einsatz. Es ist mit den Fluorit-Glas Linsen qualitativ top, ist tragbar, hat eine variable Blende und kann als Spektiv (Fernrohr) verwendet werden. Als kleiner Nachteil möchte ich hier noch mal den manuellen Fokus erwähnen. Dieser kann zwar gut eingestellt werden, erfordert aber Geschick und kann den Autofokus nicht ersetzen…

Hier findet Ihr den Link zum Artikel in unserem Online-Shop…

Liebe Grüsse

Patrik Oberlin

 

Die Milchstrasse fotografieren…

Dieses Jahr scheint die Milchstrasse ein beliebtes Fotomotiv zu sein. Ich selber war gestern die halbe Nacht unterwegs und bin mit Bildern zurückgekommen, welche noch reichlich Verbesserungspotential haben.
Ich möchte Euch in diesem Artikel gerne einige Tipps geben, mit welchen Ihr bessere Aufnahmen machen könnt.

Milchstrasse Nikon D800 mit Sigma 35mm 1:1.4
Milchstrasse
Nikon D800 mit Sigma 35mm 1:1.4

Was braucht es an Ausrüstung für Aufnahmen der Milchstrasse.

Kamera: Aufnahmen können mit jeder Spiegelreflex- oder Systemkamera gemacht werden. Die Kamera muss aber die Möglichkeit bieten, dass Blende und Verschlusszeit manuell eingestellt werden können. Je nach Kameramodell erzeugen moderne Kameras bei hohen ISO-Zahlen ein geringeres Bildrauschen. Je geringer das Bildraschen bei einer Kamera, um so besser eignet sich diese für die Aufnahme von Sternen.
Objektiv: Beim Objektiv gibt es verschiedene Ansichten. Ich selber würde mich für ein Weitwinkel Objektiv entscheiden. Je Lichtstärker um so besser.
Alternativ kann aber auch ein Fisheye Objektiv verwendet werden. Beim Objektiv gilt, je kürzer die Brennweite um so länger kann belichtet werden. Aber dazu komme ich später noch.
Stativ: Ein Muss bei diesen Bildern ist ein robustes Stativ. Habt Ihr kein robustes Stativ, ist es die Mühe gar nicht Wert, in der Nacht so lange unterwegs zu sein! Jede Erschütterung macht das Bild kaputt! Ich empfehle ein Karbon Stativ. Diese Stative sind steifer und schwingen deutlich weniger. Das Stativ und der Stativkopf sollten gut und einfach im dunkeln eigestellt werden können. Nichts nervt mehr, als wenn der eingestellte Bildausschnitt immer neu eingestellt werden muss.
Fernauslöser: Ein kleiner Funk- oder Kabelfernauslöser ist für diese Art der Fotografie sehr hilfreich. So wird die Kamera bei der Aufnahme nicht erschüttert und es entstehen keine ungewollten Unschärfen.
Smartphone und Stirnlampe: Sehr praktisch ist das Smartphone, am besten ist es dann wenn der Akku voll aufgeladen wurde. (Zur Anwendung des Smartphone komme ich später noch) Die Stirnlampe ist ein guter Begleiter! Sie hilft euch beim einstellen der Kamera und Ihr verliert keine Ausrüstungsteile. Während der Aufnahme muss die Lampe ausgeschaltet sein.

Vorbereitung:
Das Wetter: Es ist naheliegend, dass für die Aufnahme von Sternen schönes Wetter mit klarem Himmel sein muss. Zuverlässige Informationen mit Timeline und Niederschlagsbarometer hole ich mir bei der App von MeteoSwiss aufs Smartphone.

MetoSchweiz App

Den passenden Ort finden: Der Fluch bei Aufnahmen der Milchstrasse in der Schweiz heisst Lichtverschmutzung! In der ganzen Schweiz findet man kaum mehr einen Fleck in welchem es ohne Umgebungslicht richtig dunkel ist. Bei diesen Aufnahmen gilt, je weniger Umgebungslicht umso besser. Ich empfehle Euch also einen Ort weit weg von jeder Stadt, irgendwo in der Natur. Damit Ihr eine Ahnung bekommt, wo diese Orte sind habe ich eine Karte der Lichtverschmutzung der Schweiz angehängt.

Lichtverschmutzung Schweiz Qelle: darksky.ch
Lichtverschmutzung Schweiz Qelle: darksky.ch

Die Milchstrasse finden: Jetzt gilt es noch die Milchstrasse zu finden! Für diesen Zweck gibt es neu eine super gratis App von Celestron, welche sich Sky Portal nennt. Mit Hilfe des Kompass kann nun bestimmt werden wo sich die Milchstrasse im Moment am Himmel befindet. Praktisch ist vor allen, dass die Postition zu einer bestimmten Uhrzeit Simuliert werden kann.
Aber versucht die App doch gleich selber mal.

Celestron Sky Portal

Die Aufnahme:
Nach dem die Kamera an einer stabilen Position auf das Stativ gestellt wurde, kann ich nun Anfangen die Grundeinstellungen an der Kamera vor zu nehmen.
RAW: Damit die Bilder im Adobe Lightroom dann noch richtig verfeinert werden können, muss die Kamera auf das Dateiformat RAW eingestellt werden.
Weissabgleich: Ich stelle den Weissabgleich für die Aufnahme auf einen fixen Wert von ca. 4000k ein. Dies kann ich im Lightroom immer noch so anpassen wie ich das möchte.
Fokus: Der Fokus muss bei diesen Aufnahmen manuell sein. Der Autofokus schafft es nicht in der Dunkelheit die Schärfe einzustellen.
ISO-Zahl: Je höher die ISO-Zahl eingestellt wird, um so mehr kann von den Sternen sichtbar gemacht werden. Wir das Bildrauschen aber zu stark, ist auf dem Bild nichts mehr zu erkennen. Ich denke jeder Fotograf muss seine Kamera so kennen, dass er weis ab welcher ISO-Zahl seine Kamera nicht mehr brauchbar ist.
Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung:
Bei der Nikon D800 erhalte ich bessere Bilder, wenn ich die „Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung“ einschalte.
Blende: Je weiter die Blende geöffnet wird, umso mehr Licht kommt durch das Objektiv und mehr Objekte werden am Himmel sichtbar. (Das Titelbild wurde bei relativ viel Umgebungslicht mit Blende 2.2 gemacht)
Veschlusszeit: Bei der Verschlusseit gibt es eine Regel damit die Sterne wegen der Erdbewegung nicht unscharf abgebildet werden.
500 : Brennweite (Vollformat Äquivalent) = längst möglich Verschlusszeit
Beispiel für ein 35mm Objektiv: 500 : 35mm = 14.2 Sekunden.
Auslösen / Spiegelvorauslösung: Um ungewollte Erschütterungen der Kamera zu vermeiden, kann in der Einstellung der Kamera die Spiegelvorauslösung aktiviert werden. So klappt der Spiegel der Spiegelreflexkamera einen Moment vor dem Öffnen des Verschluss auf und es entstehen dadurch geringere Vibrationen. Die Auslösung wird mit einem Fernauslöser gemacht, damit die Kamera nicht erschüttert wird. Hast Du keinen Fernauslöser, kannst Du auch den Selbstauslöser der Kamera einschalten und auf 2 Sekunden Vorlaufzeit stellen.

 

Die Nachbearbeitung ist bei diesen Aufnahmen sehr wichtig. Mit den richtigen Einstellungen im Lightroom wird dem Bild nun noch der nötige Feinschliff verpasst. Am besten geht Ihr unter You Tube und schaut eines der vielen Tutorials zu diesem Thema an.

Ich hoffe ich kann Euch mit diesem Blogeintrag helfen, selber ein schönes Bild der Milchstrasse zu erstellen.

Viel Spass dabei!

LG Patrik Oberlin

Astro Neuheiten im Fernglasstore.ch

Die Celestron NexStar Evolution Serie und der Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph sind nun im Fernglasstore erfasst und können vorbestellt werden.

Die NexStar Evolution Serie schliesst die Lücke zwischen NexStar SE und CPC. Neben einer rundum verbesserten und für den Astrofoto-Einstieg optimierten Montierung gibt es viele einzigartige Neuerungen. Eine externe Stromversorgung ist nun überflüssig, da das NexStar Evolution standardmässig mit einem Li-Ion Akku ausgestattet ist, welcher bis zu 10 Stunden Strom für das Teleskop und über einen USB-Ladeport auch für weiteres Zubehör liefert. Ausserdem verfügt die Montierung bereits über integriertes WiFi. Mit der neuen, kostenlosen Celestron SkyPortal Planetariums-App für iOS und Android kann das Teleskop komplett ohne Handsteuerung auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

Link zur SkyPortal App: iOS / Android

 

Das NexStar Evolution ist mit den bewährten Schmidt-Cassegrain Optiken ausgestattet und in 3 Ausführungen erhältlich.

NexStar Evolution 6 (6“ SCT) Fr. 1700.50
NexStar Evolution 8 (8“ SCT) Fr. 2612.50
NexStar Evolution 925 (9.25“ SCT) Fr. 3030.50

Die Teleskope sind ab August/September 2014 verfügbar und können vorbestellt werden.


Der neue Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph wurde vollständig für Astrofotografie entwickelt, für beste Ergebnisse mit modernen DSLR- und astronomischen CCD-Kameras.
Der 11“ Astrograf bietet einen Bildkreis von 70mm bei einer Brennweite von 620mm (F/2.2) und ist dank Korrekturlinsen aus seltenen Erden frei von Farb- und Abbildungsfehlern. Spiegelfeststellung und 10:1 FeatherTouch Fokussierer gehören natürlich auch zur Ausstattung dazu und der 12V MagLev Ventilator mit eingebautem Staubschutz verkürzt die Abkühlungszeit. Der Astrograph ist mit CGEM-DX, CGE Pro oder auch ohne Montierung erhältlich.

11“ RASA Optik  Fr. 6450.50
CGEM-DX 1100 RASA  Fr. 9452.50
CGE Pro 1100 RASA  Fr. 14’962.50

Der Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph ist ab Oktober/November 2014 verfügbar und kann vorbestellt werden.

Die Anleitung zur Skyris Sonnensystem Kamera ist nun in deutsch verfügbar

Die deutsche Bedienungsanleitung für die Celestron Skyris und die dazu gehörige Steuersoftware iCAP ist fertig und kann hier heruntergeladen werden. Download

Die verschiedenen Skyris-Modelle finden Sie bei uns im Shop…

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