Simon Roppel testet das Gitzo GT2545T in Kanada…

Kürzlich durfte ich für Kropf Multimedia das neue Gitzo GT2545T Traveler Reisestativ testen.
Dafür ging ich an einen der schönsten Orte den ich mir vorstellen konnte… Die kanadischen Rockies.
Wenn es um Stabilität geht, gehe ich normalerweise keinerlei Kompromisse ein und arbeite seit jeher mit den Systematic Stativen von Gitzo. Gerne wollte ich mich aber eines besseres belehren lassen und den super kompakten Reisestativen von Gitzo eine Chance geben.

Was erwartete ich von dem Stativ?
Es sollte kompakt und schnell einsatzbereit sein.
Auch bei starken Winden muss es meine DSLR inkl. Filterkit sicher an derselben Position halten können.
Da ich oft auf Bodennähe arbeite, muss die Mittelsäule ohne grossen Aufwand entfernbar sein.
Bei langen Touren ist jedes Gramm, welches man an unnötigem Gewicht einsparen kann, Gold wert. Es soll also möglichst leicht sein…
Ich mag kein Spielzeug… Das Stativ soll sich wertig und sicher in meinen Händen anfühlen.

daybreaker

In Kanada angekommen, boten sich mir natürlich auch schon die ersten Momente das Traveller auf Herz und Nieren zu testen. Heftige Winde, raues Wetter, schwieriger Untergrund… Alles Dinge, welche schnell zeigen, wie gut ein Stativ wirklich ist.
Das kompakte Packmass von 44.5 cm und das durchaus leichte Gewicht von ca. 1.3 Kg ist natürlich ein Traum. Besonders wenn man andere Stativgruppen gewohnt ist. Mit Leichtigkeit konnte ich das Stativ an meinem bereits voll bepackten Rucksack anbringen. Ein riesen Plus!

Symetria

Da meine Kompositionen sehr zeitaufwendig sind, ist es ein MUSS, dass sich das Stativ über eine längere Zeit auch bei schwierigsten Bedingungen in keiner Weise bewegt.
Da hörte bei mir dann leider auch schon die Träumerei auf. Das geringe Gewicht des Travelers hat natürlich nicht nur Vorteile. Voll ausgefahren konnte es mich leider nicht vollends überzeugen. Es liess sich leicht durch ankommende Windstösse aus dem Gleichgewicht bringen und musste durch mich gestützt werden. Man darf hier aber auch nicht die Stabilität eines Systematic Statives erwarten.
Dank schnell entfernbarer Mittelsäule, war das Traveler auf Bodennähe jedoch ein wahrer Alleskönner. Nahezu in jeder Position liess sich das Stativ sicher positionieren und bot auch bei schwierigen Panoramas sicheren Halt für das eingesetzte Equipment.
Ein kleiner fader Beigeschmack bot sich mir während des Testes leider dann doch. Bereits bei dritten Stativeinsatzes löste sich die Befestigungsschraube am Oberteil von einem der Beine und machte mir ein sicheres und wackelfreies Arbeiten schier unmöglich. Ob es sich hier um einen Zufall bei meinem Testobjekt handelt, oder ob sowas öfter vorkommt weiss ich leider nicht…
Einen für das eingesetzte Stativ passenden Schraubenschlüssel mit sich zu tragen, sollte jedenfalls immer eine Überlegung wert sein.
(Patrik Oberlin: „Das sich ein Stativbein an der Basis lösst, das sollte natürlich nicht sein. Allerdings muss ich hier sagen, dass wir bis jetzt keine weiteren Stative GT2545T mit diesem fehler hatten.“)

Mein Fazit:
Das Gitzo GT2545T Traveler ist sicherlich ein hervorragendes Stativ. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass das geringe Gewicht und Packmass nicht nur Vorteile mit sich bringt. Ausgefahren kann es bei gröberem Wetter schnell mal aus dem Gleichgewicht kommen.
Bei ruhigem Wetter oder arbeiten in Bodennähe kann es jedoch durchwegs überzeugen.

Thin ice

Zu Simon Roppel
Mehrfach international preisgekrönter Landschaftsfotograf.

Weitere Informationen und Teile seiner Arbeit auf www.simonroppel.com
https://500px.com/simonroppel

Patrik Oberlin: „Vielen herzlichen Dank an Simon Roppel für den ausführlichen Bericht! Die entstandenen Bilder sind unglaublich schön! Wir wünschen Dir weiterhin gutes Licht!!!“

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