Suche

Kropfmultimedia's Blog

…gemeinsam auf dem Weg zum besten Bild

Schlagwort

fotografie

Mit dem Nya-Evo Fjord 36 Fotorucksack quer durch Südafrika

Die letzten drei Wochen bin ich durch Südafrika gereist und habe mich vor allem auf Bilder von Wildtieren aber auch Landschaften konzentriert.
Kurz vor der Reise ist der von NYA-EVO der neue Fjord 36 Fotorucksack angekommen. Dieser machte mir einen hervorragenden Eindruck und ich habe mich entschieden diesen auf die Reise mitzunehmen.
Von einem guten Fotorucksack erwarte ich viel! Er muss meine komplette Fotoausrüstung auf einer Reise von A nach B transportieren können, ins Fluggepäck passen, die Ausrüstung gut schützen, bequem sein, Platz für sonstiges haben und muss sich meinen Bedürfnissen anpassen.

Der Fjord 36 Fotorucksack kann mit unterschiedlichen Inlays den Bedürfnissen des Fotografen angepasst werden. Ich habe mich entschieden die RCI (so nennt das NYA-EVO) in der Grösse Large und Small mitzunehmen.

Für die Reise nach Südafrika habe ich einiges an Fotoausrüstung eingepackt. Der Rucksack musste diese Ausrüstung für einen Transport von A nach B oder für eine kurze Tour in den Nationalparks aufnehmen können.

  • Fujifilm GFX50s
  • Fujifilm GF 23mm F4
  • Fujifilm GF 32-64mm F4
  • Fujifilm X-H1
  • Fujifilm XF 16-55mm 2.8
  • Fujifilm XF 10-24mm F4
  • Fujifilm XF 100-400 F4-5.6
  • 5 Akkus Fuji W126
  • 3 Akkus zur GFX
  • Eine Filterhalterung von Nisi mit einem Filteretui
  • Laptop 15“
  • Stirnalampe
  • Sackmesser
  • Fernauslöser
  • Gitzo GT2542T Travelerstativ mit Novoflex Classic Ball 2 Kugelkopf
  • Weiteres kleines Fotozubehör.

Mit dieser Ausrüstung war der Rucksack mit dem RCI Large voll.

Der Flug:
Den Fjord 36 in Handgepäck zu bringen ist kein Problem. Die Masse sind deutlich kleiner als das von den Airlines angegebene Limit für die Grösse von Handgepäck. Wie immer wenn ich fliege habe ich Übergewicht. Statt der erlaubten 8Kg hatte ich ein Gewicht von 12 Kg im Rucksack. Ein Rucksack welcher nicht zu gross und zu schwer ausschaut ist da praktisch. Jedenfalls wurde ich nicht kontrolliert. An der Security am Flughafen bin ich dann jeweils froh, wenn ich einen Rucksack habe, welcher schnell ausgeräumt und wieder eingeräumt werden kann. Die Sicherheitsleute wollen beim Sicherheitscheck Laptop, Kameras, Objektive, Filter und Drohnenakkus separat sehen. Da der Fjord 36 vom Rückenteil geöffnet werden konnte war das kein Problem. Auch im Flugzeug konnte die Fotoausrüstung schnell und bequem verstaut werden. Praktisch ist noch das vorne liegende Laptopfach. So konnte ich den Laptop während dem langen Flug einfach aus dem Rucksack nehmen.
Da ich für den Flug das Grosse RCI eingesetzt hatte, habe ich das zweite kleine Inlay im Koffer transportiert. Diese können sehr praktisch zusammengefaltet werden und brauchen im Reisekoffer kaum Platz.
Für den Flieger kann ich den Fjord sehr empfehlen.

Das Tragsystem:
Am Rücken liegt der Fjord 36 sehr gut. Er verfügt über einen verstellbaren Brustgurt und einen Hüftgurt, welcher das Gewicht gut verteilt. Der eingebaute Alurahmen stabilisiert den Rucksack hervorragen. Die Lufteinlässe am Rücken arbeiten gut und reduzieren das Schwitzen. Es ist wichtig, dass die Fotoausrüstung gut eingeladen wird und keine zu hohen eckigen Teile gegen die Rückklappe drücken.
Der Rucksack war eigentlich immer bequem und ich hatte diesen wirklich viel am Rücken.

Anpassen nach meinen Bedürfnissen:
Hier liegt wohl die absolut grösste Stärke dieses Rucksacks! Ich konnte während der Reise den Rucksack umbauen und ihn so einrichten, dass ich nur die gewünschten Objektive und Kamera dabei hatte.
Für die Landschaftsfotografie zum Beispiel nehme ich nur die Fujifilm GFX und die beiden Objektive mit. Diese passen dann problemlos in das kleine RCI und ich erhalte Platz für Verpflegung, Kleider und andere Sachen. Das Fach oben ist abgetrennt. Es kommen also keine Fressalien einfach vom oberen Fach zur Fotoausrüstung.
Für die Tierfotografie habe ich dann nur die kleinere APS-C Fujifilm X-H1 in den Rucksack gepackt. Auch hier findet die Kamera, das Teleobjektiv und das 16-55mm 2.8 Platz im kleinen RCI.
Die letzten Tag in Südafrika haben wir in Kapstadt verbracht. Für eine Städtereise ist der Rucksack mit dem kleinen RCI perfekt. Eine Kamera mit einem Weitwinkel und dem 16-55mm 2.8 können bequem und sicher transportiert werden. Wenn kein Stativ am Rucksack hängt, sieht der Fjord 36 auch nicht wie ein typischer Fotorucksack aus. Der Zugriff zur Fotoausrüstung wird über das Rückenteil gemacht und bietet weitere Sicherheit vor Diebstählen.

Schutz und Material:
Ich hatte das Gefühl, dass die Fotoausrüstung im Fjord 36 jederzeit gut geschützt war. Jedenfalls hatte ich keinerlei Schäden an der Fotoausrüstung zu beklagen. Auch im strömenden Regen im Tsitsikamma Nationalpark haben sich die gegen Wasser und Staub abgedichteten Reissverschlüsse sehr bewährt. Ich habe nicht mal die mitgelieferte Regenhülle benutzen müssen. Eine sehr gute Idee ist auch der gummierte Boden. Der Rucksack kann auch bei Regen oder Dreck ohne schlechtes Gewissen abgestellt werden. Später wird der Gummi einfach abgewaschen.
Die Verarbeitung des Rucksacks ist sehr hochwertig. Die Schnallen funktionierten zuverlässig, keine Naht löste sich und auch sonst konnte ich hier keine Mängel feststellen.

Mein Fazit:
Der Nya-Evo Fjord 36 war ein super Reisebegleiter und hat alles mitgemacht. Die Ausrüstung ist wieder heil in der Schweiz angekommen. Es ist ein Rucksack für Fotografinnen und Fotografen, welche gerne flexibel unterwegs sind und unterschiedliche Sachen Fotografieren. Mit dem Fjord 36 brauch man nicht mehr verschiedene Fotorucksäcke für unterschiedliche Anwendungen zu kaufen. Aus dem NYA EVO Fjord 36 lässt sich ein Tagesrucksack ohne Fotoeinteilung machen, ein Rucksack für eine kleine Fotoausrüstung oder mit dem grossen Inlay ein Rucksack für eine relativ grosse Fotoausrüstung. Es ist ein sehr praktischer Fotorucksack!

Erhältlich ist der Rucksack bei Kropf Multimedia in Herzogenbuchsee…

Unterwegs mit dem Clik Elite Contrejour 40 2.0 Foto- Wanderrucksack

Auf dem Tagesprogramm steht eine Wanderung zu einem wunderschönen Bergsee im Berneroberland. Der Weg ist zwar nicht sehr lang, führt aber über 600 Höhenmeter steil den Hang und die Felsen hoch. Ich freue mich einen tollen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang fotografieren zu können.
Ich nutze diese zweitägige Tour um euch den Clik Elite Contrejour 40 2.0 genauer vorzustellen. Clik Elite ist eine Unternehmung aus Utah USA und produziert bereits seit Jahren Rücksäcke für Outdoor und Sport. Persönlich habe ich schon seit mehr als 5 Jahren einen Clik Elite Contrejour 35 im Gebrauch und war auch auf Reisen oder Touren immer sehr zufrieden damit.

Für die heutige Tour habe ich den Rucksack mit 21.7 kg Material gefüllt.
So habe ich es über die verschiedenen Fächer des Rucksacks verteilt:

Fotofach:

  • Fujifilm GFX 50s
  • Fujifilm XPro2
  • Fujifilm GF 23mm F4
  • Fujifilm GF 32-64mm F4
  • Fujifilm XF 10-24mm F4
  • Fujifilm XF 16-55 2.8
  • Fernbedienung zur DJI Phantom 4 PRO
  • 2x Akku zur Phantom 4 Pro
  • Filterhalterung Nisi V5 Pro
  • Filteretui Clik Elite mit 6 Filtern

Hauptaussenfach für Verpflegung und Ersatzkleider:

  • Liegematte fürs Zelt
  • Ersatzkleider T-Shirt, Socken, Unterwäsche, Thermojacke, Regenjacke
  • Flasche mit Wasser
  • Tessinerbrot, Trockenfleisch, 2x Ovo Schoggi (Jammmiiiii), Salami
  • Zubehörbeutel mit Stativbasis (Novoflex Triopod) und kleinem Kugelkopf
  • Toilettenartikel

Zubehörbeutel im Hauptaussenfach:

  • Nisi Phantom 4 Pro Filterkit

Aussenfach für Fotozubehör:

  • Fernauslöser
  • 5x Akkus für Fujikamera
  • Sackmesser
  • Stirnlampe
  • Speicherkarten
  • Mikrofon und Sender für Video
  • Glücksbringer von meinen Kindern

Aussen am Rucksack angebracht:

  • Gitzo GT2545T Stativ mit Novoflex Classicball 2
  • Wanderstock QLEG Walk von Novoflex
  • Zelt Mountain Hardware Ghost UL1
  • Schlafsack
  • DJI Phantom 4 Pro in einer Regenhülle

Mit dieser Ausrüstung ist der Contrjour 40 2.0 bis auf 2 Halterungen aussen komplett voll.

Nach dem bequemen Teil auf einer Bergstrasse biegen ich und mein Begleiter nun auf einen Trampelpfad ein. Der Weg ist matschig und ich muss aufpassen, dass ich nicht ausrutsche. Die beiden Wanderstöcke in meinen Händen helfen mir die nötige Stabilität zu finden. Der Rucksack auf dem bleibt dank seinem bequemen Hüftgurt und dem Brustgurt schön in der Position und ich kann mich voll auf den Weg konzentrieren. Nach einigen Höhenmetern kommen wir aus dem Wald heraus und überqueren eine Wiese, welche uns zu einer felsigen Passage führt. Die Sonne ist nun hinter den Wolken hervorgekommen und brennt auf uns herunter. Das Tragsystem vom Contrejour hat diverse Lufteinlässe und reduziert das Schwitzen auf dem Rücken deutlich.
Bei den letzten Ställen auf einer kleinen Alp machen wir eine Pause und legen die Rucksäcke ab. Sehr praktisch ist hier, dass auf das Hauptaussenfach von oben oder mit einem Reisverschluss auch von der Seite zugegriffen werden kann. Hinter den seitlichen Reissverschluss kommt beim mir immer die Flasche mit dem Wasser.
Nach weiteren 300 Höhenmeter erreichen wir unser Ziel am Bergsee. Für die heutige Nacht sind Gewitter und kleinere Regenschauer gemeldet. Wir suchen uns einen sicheren Platz neben grossen Felsen und stellen unsere Zelte auf. Das Material, welches nicht gebraucht wird, lasse ich im Zelt und wir machen uns mit der Fotoausrüstung auf den Weg zum See. Die Öffnung zum Fotofach ist auf der Seite des Tragsystems. Dies hat zwei Vorteile. Erstens muss ich den Rucksack nicht mit dem Tragsystem in den Dreck legen und zweitens ist die Fotoausrüstung besser vor Dieben geschützt. Auf der einen Seite des Rucksacks hat es ein Schnellzugriffsfach. Um dieses zu nutzen, zieht man den Rucksack unter einem Arm durch, und kann bequem auf die Kamera zugreifen, ohne den Rucksack abzulegen. Bei 20kg am Rücken ist dies aber kaum mehr möglich.
Gegen Abend ziehen die angekündigten Regenschauer über uns. Wir machen uns auf zu den Zelten und verstauen das Gepäck im Vorzelt. Das Material des Rucksacks kann bereits einiges an Regen wegstecken. Für starken Regen ist unten ein zusätzliches Fach mit einer Regehülle drin.
clik_elite_cont_v2_8
Das Wetter meint es nicht gut mit uns. An diesem Abend sehen wir die Sonne nicht mehr. Es regnet mehrheitlich. Ich ziehe mich in meinen warmen und Trockenen Schlafsack zurück und stelle den Wecker auf 04.30 Uhr.
clik_elite_cont_v2_7
In der Nacht regnet es zum Teil stark. Das Zelt und der Contrejour 40 2.0 im Vorzelt bleiben aber wunderschön trocken.
Der morgen erwacht und wir finden eine fantastische Stimmung mit Wolken und später mit einem kräftigen Leuchten vor. Es entstehen einige tolle Bilder.

clik_elite_cont_v2_9

Nach einem gemütlichen Kaffee wird der Rucksack voll beladen und ich mache mich auf den Abstieg. Ich müsste lügen, wenn ich nicht froh wäre den Rucksack mit 20 kg unten auszuziehen. Das Tragsystem ist aber so bequem, dass ich ohne weiteres auch noch länger damit hätte wandern können.

Daten zum Rucksack:

  • Gewicht: 2.38 kg
  • Volumen 40.1 L
  • Kamerafach: 44.5 x 30 x 13 cm
  • Aussenabmessungen vollgestopft: 71.1 x 33 x 34.3 cm

Aussenabmessungen leeres Aussenfach: 55 x 33 x 22 cm (flugzeugtauglich)

Mehr Informationen zum Clik Elite Contrejour 40 2.0 findest Du hier…

Warum verschiedene Graufilter verwenden?

In den Fotokursen oder im Laden fragen mich Kunden häufig nach Filtern.
Manchmal werde ich auch mit folgender Aussage konfrontiert: „Heute braucht es doch keine Filter mehr! Kann man das nachher nicht im Photoshop machen?“
Diese Aussage stimmt eben nicht! Oder habt ihr schon mal den Effekt eines Graufilters nachträglich im Photoshop eingefügt? 🙂
Der Graufilter oder Neutraldichtefilter ist ein Filter, welcher die Verschlusszeit verlängert. Ein guter Graufilter hat keinen Einfluss auf die Farben und Bildqualität. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch zeigen, wie die verschiedenen Graufilter Einfluss auf das Bild haben. Zu diesem Zweck habe ich den Wasserfall einmal ohne Filter, mit einem IR ND 8, einem IR ND 64 und einem IR ND 1000 aufgenommen.

nisi_ir_nd_kein_test
Bild mit Nisi Polarisationsfilter ohne Graufilter 1/5 Sek. mit Blende 8. Bei diesem Bild sehen wir noch sehr viel Struktur im Wassefall. Die Wellen im Vordergrund sind noch relativ scharf Abgebildet.
nisi_ir_nd_8_test
Bild mit Nisi Polarisationsfilter und IR ND 8 -3 Blenden Graufilter 1/1.6 Sek. mit Blende 8. Hier sehen wir im Wasserfall schon weniger Struktur. Der Vordergrund wird weicher.
nisi_ir_nd_64_test.jpg
Bild mit Nisi Polarisationsfilter und IR ND 64 -6 Blenden Graufilter 15 Sek. mit Blende 8. Im Wasserfall ist bereits nur noch sehr wenig Struktur erkennbar und das Wasser im Vordergrund ist bereits sehr flach.
nisi_ir_nd_1000_test
Bild mit Nisi Polarisationsfilter und IR ND 1000 -10 Blenden Graufilter 110 Sek. mit Blende 8. Der Wasserfall ist nun sehr weich und das Wasser im Vordergrund hat keine Struktur mehr.

Es gibt hier kein bestes Bild! Es sind einfach vier verschiedene Arten, wie ein Bild gestaltet werden kann. Einige von euch finden wahrscheinlich das Bild mit der Struktur im Wasserfall schöner und einige das weiche Bild am Schluss. Dies ist dem Betrachter überlassen.

Mit einer Graufiltertabelle kann übrigens die Verschlusszeit mit den verschiedenen Graufiltern berechnet werden.
Graufiltertabelle…

Liebe Grüsse Patrik Oberlin

 

 

Jan Geerk, die Nisi Filter und das Matterhorn…

6:00 Uhr morgens, der Wecker klingelt mich unsanft aus dem Tiefschlaf. Ich schau aus dem Fenster vom Hotelzimmer und sehe das Matterhorn trotz tiefster Nacht vom Mond beleuchtet aufblitzen. Das ist mein Zeichen zum aufstehen. Keine Ausflüchte mehr auch wenn das Thermometer draussen -22 Grad anzeigt. Doch in knapp eineinhalb Stunden beginnt das Morgengrauen was ich keinesfalls verpassen möchte.
Gut hab ich ausnahmsweise mal nicht so weit zum Fotospot, da ich schon auf 2222m übernachten konnte wegen einem anderen Fotoauftrag.
Ich ziehe also eine Schicht nach der anderen an, bis ich aussehe wie ein Michelin Männlein. Und während ich mich immer mehr einmumme wird es immer heisser unter den Kleidern. Schnell raus, sonst fang ich an zu schwitzen und dann wirds unangenehm nachher in der Eiseskälte.

zermatt-riffelalp-8853-klein

Dieser Morgen ist ein besonderer Morgen. ich teste nämlich die neuen NiSi Filter vor dem Matterhorn. Die Bildidee ist dieses Mal recht puristisch. Ich möchte eine Aufnahme vom Matterhorn aus der erhöhten Perspektive im ersten Morgenlicht, und nur vom Matterhorn ohne Vordergrund ausnahmsweise. Ich kenne das Matterhorn und weiss, dass morgens das erste Licht bei idealen Bedingungen im Osten auf der Spitze sehr kurz rot aufleuchtet und dann recht schnell zu gelb übergeht. Die Challenge ist es diese wenigen Minuten wenn die Spitze rot leuchtet festzuhalten. Die Schwierigkeit beim Alpenglühen ist oft der Kontrastunterschied zwischen dem beleuchteten Teil der Berge und dem im Schatten liegenden Tei. Dieser Unterschied kann enorm gross sein. Je nachdem auch zuviel für die Kamera um beides befriedigend einzufangen. Dann hat man entweder den hellen Teil schön belichtet oder andererseits nur die Schattenpartien. Die Augen sehen beides, da unser Auge mehr „Blendenstufen“ wahrnehmen kann in so einer Situation. Nachts ist es dann wieder umgekehrt, aber das ist eine andere Geschichte. Um diese Probleme der Helligkeitsunterschiede zu vermeiden werden mir die NiSi Filter an diesem Morgen behilflich sein. In diesem Fall die ND Verlaufsfilter.
matterhorn_nisi
Gut habe ich am Abend vorher den Ort bereits erkundet und so weis wohin ich gehen muss besonders noch im Dunkeln und im Halbschlaf. Nachdem ich nach einem kurzen aber eisig kalten Marsch durch den Schnee meine Kamera auf dem Stativ aufgestellt habe nehme ich aus der schicken praktischen Filtertasche den Soft Nano IR GND8 (0.9) Verlaufsfilter und schiebe ihn vor das Objektiv. Die Filterhalterung habe ich am Abend vorher schon auf das Objektiv gespannt, so dass ich möglichst wenig in der Kälte ohne Handschuhe rumfummeln muss. Das Glas fühlt sich hochwertig an und soll eine saubere Farbtreue haben. Da bin ich mal gespannt. Die Verlaufsfilter heissen Verlaufsfilter, weil ein Teil des Filters abgedunkelt ist und so einen Verlauf erzeugen. Es gibt weiche Verläufe und harte. Einen harten Verlauf nimmt man am Besten bei klaren geraden Horizontlinien wie am Meer z.B. der weiche ist dann eher für nicht so klare Linien am Horizont wie z.B. bei Bergen. Auch gibt es verschiedene Stärken des Verlaufs. Mit dem 0.9 Filter weiss ich aus Erfahrung, dass das ein guter Wert ist fürs Alpenglühen im Winter.
Jetzt heisst es abwarten bis das Licht auf die Spitze trifft. Gleichzeitig hab ich noch einen Timelapse gestartet mit der zweiten Kamera. Auch dort kam ein NiSi Verlaufsfilter zum Einsatz ebenfalls um die Kontrastunterschiede auszugleichen. Jedoch benutze ich bei manchem Timelapses zusätzlich auch einen 10 Stopper um längere Belichtungszeiten zu erzeugen. Dies weil ich nicht soviele Bilder brauche aber trotzdem keine Abstände zwischen den Bildern möchte. Die Stopper sind oft anfällig auf Farbstiche. Da bin ich mal gespannt wie sich der NiSi Filter schlagen wird.

Laut meinen Berechnungen sollte es etwa in einer dreiviertel Stunde losgehen mit dem ersten Licht. Ich mache einige Aufnahmen in der blauen Stunde, das Matterhorn beginnt dann nämlich schon leicht zu leuchten und hebt sich enorm vom Hintergrund ab. Im Zusammenspiel mit dem ersten rosa Leuchten am Horizont und dem stahlblauen Himmel der blauen Stunde ergibt dies schon einige richtig gute Bilder. Speziell auch der untergehende Mond der dem Himmel noch einen Eyecatcher gibt, kommt gut zur Geltung. Auch hier habe ich den NiSi Verlaufsfilter schon im Einsatz, obwohl es dank dem Schnee nicht unbedingt nötig ist. Ich mag aber den Look, wenn der Himmel etwas dunkler ist. Ich sehe wie ein Flugzeug weit über dem Matterhorn schon von der Sonne beleuchtet wird. Jetzt kann es nicht mehr lange gehen.
zermatt-riffelalp-8871-klein
Und dann urplötzlich wie wenn jemand das Licht angemacht hätte, das erste Licht auf dem Horn. Jetzt heisst es keine Zeit zu verlieren und Bilder machen. Ich mach eine erste Aufnahme mit 70mm Brennweite, geschlossener Blende und einer etwas längeren Belichtungszeit um maximale Schärfe in den Details rauszuholen. Den Filter schiebe ich dabei behutsam über den Teil des Himmels und der leuchtenden Spitze. Ich sehe gleich wie der überbelichtete Teil sich schön dem Rest anpasst. Nachdem ich die Schärfe und Belichtung kontrolliert habe, gehe ich über einige Varianten zu schiessen. Das Licht breitet sich über die Spitze des Matterhorns aus und beleuchtet jetzt den ganzen oberen Teil rötlich. Fantastisch sieht das aus! Ich halte die Szene abermals fest und ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Ich schaue über die Kamera und geniesse den Moment. Eine wirklich erhabene Szenerie präsentiert sich mir hier in der Eiseskälte. Den wohl schönsten Berg der Welt vor vor Augen, die Spitze glüht im Morgenlicht und ich kann dieses Schauspiel mit allen Sinnen wahrnehmen und sogar mit der Kamera festhalten. Es sind diese Augenblicke die die ganzen Anstrengungen wieder wettmachen. Die Müdigkeit ist weit weg und die Kälte spür ich auch nicht mehr. Es gibt in diesem Moment nur mich und das Horn.
zermatt-riffelalp-9329-klein
Es sollte bei der Landschaftsfotografie auch um das bewusste Wahrnehmen der Schönheiten der Natur gehen. Darum auch mal von der Kamera wegtreten und einfach nur mit den eigenen Augen sehen. Als Landschaftsfotograf ist man zwar oft sehr früh unterwegs, wartet stundenlang in der Kälte, manchmal kommt man auch ohne Ergebnisse wieder zurück. Doch sind wir auch enorm privilegiert, weil wir diese Momente des Lichts erleben dürfen, dann wenn die Natur wie ein Gemälde leuchtet und alles um einen herum in eine Märchenlandschaft versinkt.
Doch schon relativ schnell wird das magische Licht schon eher grell. Nicht dass man dann aufhören muss zu fotografieren. Besonders im Winter ist das Licht oft den ganzen Tag über gut zum fotografieren. Doch hatte ich noch andere Pläne und das gewünschte Bild war im Kasten. Ich packte meine 7 Sachen ein und ging erstmal ein leckeres Frühstück essen.
zermatt-3350-klein
Am Abend dann versuche ich mein Glück in der blauen Stunde mit dem Dorf im Vordergrund. Auch hier hilft mir der Filter den Himmel in der frühen blauen Stunde etwas abzudunkeln. Sehr zufrieden bin ich mit den Streulichtern der Dorflichter, die sind trotz Filter schön rausgekommen. Was keine Selbstverständlichkeit ist.

Als ich nachher die Bilder und Timelapses am Computer betrachte, fällt mir sehr positiv auf, dass die NiSi Filter enorm farbneutral sind. Ich habe schon viele verschiedene Filtermarken getestet, manche waren gut manche eher nicht. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Filter Farbstiche haben. ND steht für Neutraldichtefilter; auch Graufilter genannt. Dies weil sie das Licht möglichst neutral filtern sollten und keine Farbveränderungen aufweisen sollen. Für Farbstiche gibt es eigene Filter. Das ist aber nicht mein Ziel. Ich möchte die Momente so wiedergeben wie ich sie erlebt und gesehen habe, darum ist es mir sehr wichtig eine Farbechtheit zu erhalten. Die NiSi Filter haben dieses Kriterium mit Bravour gemeistert.
Zum besseren Test der Filter wären ein paar Wolkenspiele praktisch gewesen, doch blieb der Himmel die ganzen 3 Tage stahlblau. Was sehr schön war, doch werde ich die Filter demnächst noch bei bewölktem Himmel testen. More to come.

Fazit erster Test NiSi Filter
-Bildqualität: Keine Einbussen in der Bildqualität solang man die Filter penibel sauber hält.
-Verarbeitung: Top Qualität, lässt sich sauber und schnell montieren. Bisher keine Kratzer auch bei intensivem Hinundherpendeln an der Kamera beim wandern.
-Farbechtheit: 10 von 10 Punkte
-Verpackung und Schutzhülle: Bisher die beste Lösung um die Filter möglichst kratzresistent zu transportieren. Das Filtertäschlein ist sehr praktisch und sieht auch noch stylisch aus.
-Zubehör: Das Standardset kommt nebem der praktischen Tasche mit einem Blasebalg und einer Putzvorrichtung als Zusatz. Das ist sehr löblich.
-Preis – Leistung: Für die hochwertig verarbeiteten Filter mit den tollen Zusätzen das beste Preis Leistungs Verhältnis für Verlaufsfilter momentan auf dem Markt wie ich persönlich finde.
-Gewünschte Features für die Zukunft: Leider sind auch die NiSi Filter nicht gut geeignet um Gegenlichtaufnahmen direkt in die Sonne zu machen. Die Streuung der Sonne und die Blendenflecken sind auch da störend und sichtbar. Wenn ein Verlaufsfilter rauskäme der dieses Problem beseitigt wäre das der perfekte Filter. Doch habe ich bisher noch keine gesehen die das hinbekommen. Die Zukunft wirds zeigen.

Liebe Grüsse Jan Geerk
bild_jan_geerk
Hier findest du mehr Informationen über die Artbeiten von Jan Geerk…

Weitere Infos zu den Nisi Filtern gibt es bei uns im Laden oder unter diesem Link….

Review Nisi V5 Filtersystem von Nelson da Silva…

Vor wenigen Wochen durfte ich das neue NISI V5 Filtersystem bei Kropf Multimedia in Herzogenbuchsee in Empfang nehmen und es hat mich von der Verarbeitung und Handhabung sofort beeindruckt. Bei diesem System kann man den Polfilter direkt an den Adapterring schrauben was die Neuerung mit sich bringt das er näher an der Linse ist. Bei den Lee Filter, die ich bis dato besass, ist der Circular Polfilter durch ein Adapter am Filterhalter zuvorderst anzubringen. Der Nachteil davon ist, das man bei Ultra Weitwinkel Objektive schnell mal an den Ränder eine Vignettierung hat da der Filter sichtbar wird auf den Bilder. Zwar hat Lee ein neuer Circular Polfilter letztes Jahr rausgebracht welches sehr dünn ist und dieses Problem weitgehend beseitigt da ich aber noch den alten Polfilter von Lee besass der eine sehr dicke Fassung hat, konnte ich den Polfilter z.b. in den Wäldern sehr selten mit einem Ultra Weitwinkel Objektiv benutzen. Da der neue Filter von Lee aber über 300.- Franken kostet lag dies nicht in meinem Budget und konnte den alten nicht ersetzen.

Jetzt aber zurück zum Review. Nisi bietet unteranderem eine Starterpaket an wo man schon erstaunlich viel gutes Material bekommt. Das Starterpaket bietet den Filterhalter mit einigen Adapterringe an, ein passenden Circular Polfilter, eine Tragetasche wo Filterhalter, Adapterringe wie auch Filtertasche rein passen. So hat man alles in einer Tasche verstaut was optimal ist. Das Starterpaket beinhaltet auch wie oben erwähnt eine Filtertasche das 6 Filter mit der Grösse von 100x150mm rein passen. Einen ND 3.0 Glasfilter wie auch ein ND 0.9 Soft Verlauffilter beinhaltet das Paket ebenfalls. Dazu noch einen Blasebalg und 2 Putzsysteme für die Filter selbst. Zwar sind Glasfilter anfällig auf Bruch, doch durch das Glas kann man eine sehr gute Qualität der Filter erreichen das keine oder nur sehr wenige Farbverschiebung beinhaltet. Ich bevorzuge jedenfalls immer Glasfilter wenn möglich. Am Adapterring der an das Objektiv geschraubt wird hat es 2 kleine Rädchen verbaut wo erlauben den Polfilter beliebig zu drehen. So muss man den Polfilter nicht an der Fassung drehen, durch welch die Gefahr besteht mit den Finger auf das Glas zu kommen und Flecken zu hinterlassen.

Nachdem ich den NISI V5 Filtersystem gleich mitgenommen habe, begab ich mich am gleichen Tag noch auf Pirsch, nach schönen Landschaftsbilder. Die Motivation das neue Filtersystem auf dem Feld zu testen war riesig. Als ich oben am Belchen ankam und mich zu einem geeignetem Standort begab um den Ankenballen zu fotografieren kam das neue Filtersystem schon zur Aktion. Da das Wetter eher düster und dramatisch war nahm ich den Verlaufsfilter von Nisi um den Himmel der Belichtung der Landschaft anzupassen und dadurch die düstere Stimmung zu verstärken.

Wie hier auf dem Bild sichtbar, beeinflusste der Verlaufsfilter von NISI rein die Belichtung und nicht die Farben. Keinerlei Blau oder Rotstiche kamen zur Geltung wie unteranderem bei andere Filterhersteller. Beim 2. Bild nahm ich das Ultraweitwinkel Objektiv hervor um mehr tiefe zu erzeugen anhand von Vorder-, Mittel-, Hintergrund. Auch hier ist der Ankenballen noch ersichtlich doch dies nur noch sehr klein im Bild da solche extreme Weitwinkel Objektive die Relationen stark beeinflussen.

Am nächsten morgen, stieg ich dann noch auf den Belchenfluh selbst um auch den ND 3.0 Graufilter zu testen.

_dsf1180-kopie

Ich hatte an diesem morgen Glück das die Wolken über und unter mir viel Bewegung hatten und durch den Graufilter einen Wischeffekt an den Wolken sehr gut ersichtlich wurde. Auch bei diesen Aufnahmen konnte ich nur eine Beeinflussung der Belichtungszeit erkennen durch den Filter und nicht an den Farben. Dies erfreute mich sehr da ich mit den Lee Fiter (ND 3.0, Big Stopper) an einen Blaustich gewöhnt war. Zwar konnte ich diese Farbverschiebung in Lightroom sehr schnell und gut korrigieren, doch ist es mir lieber, noch weniger an den Bilder zu korrigieren.

Im NISI Starterpacket war auch ein Circular Polfilter mit dabei und diesen testete ich auf den darauf folgenden Tagen im Wald aus. Da ich den Polfilter bei Aufnahmen mit viel Himmel nicht mit Weitwinkel Objektiven benutze kommt solch ein Filter zum Einsatz wenn ich Spiegelugen auf dem Wasser entfernen oder verschieben will. Bei Aufnahmen mit viel Himmel auf dem Bild nehmen ich den Polfilter nur zum Einsatz wenn ich Brennweiten über 30mm einsetze.

Dafür begab ich mich in die Wälder rund um den Pilatus im Kanton Luzern. Da ich dort für diesen Herbst noch einige Spots offen hatte die ich besuchen wollte,  empfand ich das genau jetzt, mit den neuen Filter, der richtige Zeitpunkt da war.

An diesen Wasserfällen hatte ich zum Zeitpunkt als ich fotografierte viele Reflektionen im Wasser. Mit dem Circular Polfilter von NISI konnte ich die in handumdrehend beseitigen oder kontrolliert verschieben. Als ich diese 2 Bilder fotografierte hatte ich den ND 3.0 und den Polfilter in Aktion. Dies war schon eine ziemliche Abdunkelung und Beeinflussung der Belichtungszeit. Auch da war ich daran gewöhnt einen Blaustich im Bild zu haben doch bei den NISI Glasfilter ist dies nicht mehr der fall.

Fazit:

Das V5 Filtersystem von NISI das ich mit einer FUJIFILM XT-2 und unteranderem dem 10-24mm Fujinon benutze ist eine absolute Bereicherung für mich. Einerseits hat das Starterpacket gerade mal 549.- Franken gekostet und bietet dafür aber 3 Filter plus einige Sachen dazu an. Da spare ich meines Erachten einiges an Geld verglichen mit andere Filter Hersteller. Dazu sind die Filter noch aus Glas und machen eine Top Performance auf dem Feld.

nelson_dasilva_bild
Nelson da Silva

Nelson da Silva ist ein junger leidenschaftlicher Landschaftsfotograf aus der Schweiz. Er hat bereits viele Länder dieser Welt bereist und zeigt uns in seinen Bildern stimmungsvolle Landschaften. Schaut euch die wundervollen Bilder an….

 

Mit den Nisi -Filtern unterwegs in Island…

Vor einigen Wochen hat sich Patrik Oberlin auf den Weg nach Island gemacht um verschiedenes neues Fotozubehör in der Praxis zu testen. Mit im Rucksack war auch die Nisi V5 Filterhalterung, ein IR ND 1000 Graufilter, ein IR ND 64 Graufilter und ein GND Soft 8 Filter. In diesem Beitrag erzählt er, wie sich das Arbeiten mit dem System anfühlt und zeigt ein paar Bilder in welchen die verschiedenen Filter eingesetzt wurden.

_dsf9025
Patrik Oberlin mit Nisi V5 System

Bericht Patrik Oberlin:
Bevor ich nach Island geflogen bin, habe ich bereits einige kleinere Touren in der Schweiz mit dem Nisi V5 Filterset gemacht. Das Handling des Systems war mir daher schon gut bekannt. Bei einem Filtersystem ist mir sehr wichtig, dass es einfach und schnell montiert und eingestellt werden kann. Das Nisi V5 System besteht aus einem Grundadapterring mit 82mm Gewinde auf Objektivseite in den auch der mitgelieferte 86mm Ultraslim Cir-Polfilter eingeschraubt werden kann, einer Halterung für 100x100mm oder 100x150mm Einschubfilter und drei Zusatzadapterringen 77mm, 72mm und 67mm. Einen Adapterring für meine Objektive mit 62mm Filtergewinde habe ich noch zusätzlich dazugekauft.
Die Verarbeitung der Filterhalterung ist sehr hochwertig. Die Gewinde sind sauber gearbeitet und es ist kein Problem die Adapterringe oder den Polfilter anzubringen. Da ich schon mit vielen Systemen gearbeitet habe, kann ich euch sagen, dass dies ganz und gar nicht selbstverständlich ist.
Das ganze System wird in einer kleinen Box mit drei Unterteilungen geliefert. In der ersten ist die Halterung drin, in der zweiten der Pol-Filter und in der dritten die verschiedenen Adapterringe. Die Box ist wirklich praktisch! Die Halterung kann auch mit einem aufgesetzten ND Filter in der Box verstaut werden. Das spart Zeit.
Nun will ich euch kurz beschreiben wie ich die Filterhalterung an mein Fujinon XF 10-24mm F4 anbringe. Als erstes schraube ich den 72mm Adapterring auf den Grundadapter mit 82mm. Das geht auch einfach in der Natur. Dann entscheide ich mich ob ich den Polfilter benutzen will oder nicht. Wenn ja, schraube ich diesen nun vorne in die Filterhalterung rein. Den Polfilter kann ich nun an zwei kleinen Schrauben jederzeit drehen (Auch wenn bereits Graufilter und Grauverlaufsfilter eingeschoben sind). Nun kann ich die Halterung für die Einschubfilter auf den Grundadapter einklicken. Jetzt ist bereits alles bereit zum Fotografieren.

Graufilter:
Die Graufilter von Nisi sind aus optischem Glas gefertigt. Gerade bei starken Graufiltern ist dies sicherlich die bessere Lösung als Kunstharz. Dies bemerkt man sofort! Die Filter sind sehr farbneutral. Jeder IR ND Graufilter von Nisi ist bereits mit einem passenden Dichtungsgummi beklebt. Diese Dichtung verhindert unerwünschte Reflektionen durch die Filterhalter. Ich hatte während der ganzen Woche nie Probleme mit Reflektionen. Eine weitere sehr positive Eigenschaft ist die Nano-Beschichtung der Filter. Gerade in Island wird viel bei Regen oder Gischt fotografiert. Die Filter müssen also regelmässig mit dem Reinigungstuch geputzt werden. Die Nanovergütung sorgt dafür, dass Wasser und Schmutz von den Filtern abperlen und so schnell mit dem Tuch gereinigt werden können. Ich habe das mal mit einem Kunstharz-Produkt der Konkurrenz versucht. Es war deutlich mühsamer, manchmal sogar unmöglich den Filter sauber zu bekommen.

_dsf9092
Nisi V5 System an Fujifilm X-PRO2

Grauverlaufsfilter:
Auch die Grauverlaufsfilter von Nisi haben die oben beschriebenen Eigenschaften. Farbverfälschung konnte ich bei keiner Lichtsituation feststellen. Ob Eis, Wasser oder Sonnenuntergang, der GND Filter hat einen hervorragenden Job gemacht. Bei einem Grauverlaufsfilter ist mir die Machart des Übergangs zwischen dunkel und hell sehr wichtig. Bei einem Soft GND sollte dieser sehr fein und ohne Linien sein. Der Nisifilter ist unglaublich fein gemacht. Der Übergang geht ohne Linien und Störungen von hell in dunkel über.
Fazit:
Besonders die einfache Bedienung, die kompakte Bauart und der versenkbare Polfilter sind grosse Pluspunkte der Nisi V5 Filterhalterung. Bis jetzt habe ich noch keine Filterhalterung gesehen, bei welcher das Arbeiten mit Polfilter (mein Lieblingsfilter) so einfach und praktisch war.
Die Qualität der Einschubfilter ist sehr hoch. Wie schon erwähnt konnte ich auch bei den starken Graufiltern kaum eine Farbabweichung feststellen. Sehr gut ist auch die Dichtung zwischen dem Graufilter und der Halterung.

Mehr über die Nisi Filterhalterung und Filter erfahren Sie hier…

Grüsse aus Korsika…

Vor einigen Wochen hat Jan Geerk mit seinem Bild bei unserem Wettbewerb „Landschaft“ den dritten Platz erreicht. Jan hat uns dieses wunderbare Foto zugeschickt! Das Bild wurde mit der Sony A7R, dem adaptierten Canon 16-35mm 2.8 und dem gewonnenen Ray Masters Grauverlaufsfilter ND 0.9 Soft gemacht.

Wir wünschen weiterhin gutes Licht!

www.kantlicht.ch
Kantlicht auf Facebook

bild_ray_masters_korsika
Jan Geerk, Korsika, Les Calanques mit dem Ray Masters Grauverlaufsfilter ND 0.9 Soft aif dem Canon 16-35mm 2.8 mit Sony A7R

 

Simon Roppel testet das Gitzo GT2545T in Kanada…

Kürzlich durfte ich für Kropf Multimedia das neue Gitzo GT2545T Traveler Reisestativ testen.
Dafür ging ich an einen der schönsten Orte den ich mir vorstellen konnte… Die kanadischen Rockies.
Wenn es um Stabilität geht, gehe ich normalerweise keinerlei Kompromisse ein und arbeite seit jeher mit den Systematic Stativen von Gitzo. Gerne wollte ich mich aber eines besseres belehren lassen und den super kompakten Reisestativen von Gitzo eine Chance geben.

Was erwartete ich von dem Stativ?
Es sollte kompakt und schnell einsatzbereit sein.
Auch bei starken Winden muss es meine DSLR inkl. Filterkit sicher an derselben Position halten können.
Da ich oft auf Bodennähe arbeite, muss die Mittelsäule ohne grossen Aufwand entfernbar sein.
Bei langen Touren ist jedes Gramm, welches man an unnötigem Gewicht einsparen kann, Gold wert. Es soll also möglichst leicht sein…
Ich mag kein Spielzeug… Das Stativ soll sich wertig und sicher in meinen Händen anfühlen.

daybreaker

In Kanada angekommen, boten sich mir natürlich auch schon die ersten Momente das Traveller auf Herz und Nieren zu testen. Heftige Winde, raues Wetter, schwieriger Untergrund… Alles Dinge, welche schnell zeigen, wie gut ein Stativ wirklich ist.
Das kompakte Packmass von 44.5 cm und das durchaus leichte Gewicht von ca. 1.3 Kg ist natürlich ein Traum. Besonders wenn man andere Stativgruppen gewohnt ist. Mit Leichtigkeit konnte ich das Stativ an meinem bereits voll bepackten Rucksack anbringen. Ein riesen Plus!

Symetria

Da meine Kompositionen sehr zeitaufwendig sind, ist es ein MUSS, dass sich das Stativ über eine längere Zeit auch bei schwierigsten Bedingungen in keiner Weise bewegt.
Da hörte bei mir dann leider auch schon die Träumerei auf. Das geringe Gewicht des Travelers hat natürlich nicht nur Vorteile. Voll ausgefahren konnte es mich leider nicht vollends überzeugen. Es liess sich leicht durch ankommende Windstösse aus dem Gleichgewicht bringen und musste durch mich gestützt werden. Man darf hier aber auch nicht die Stabilität eines Systematic Statives erwarten.
Dank schnell entfernbarer Mittelsäule, war das Traveler auf Bodennähe jedoch ein wahrer Alleskönner. Nahezu in jeder Position liess sich das Stativ sicher positionieren und bot auch bei schwierigen Panoramas sicheren Halt für das eingesetzte Equipment.
Ein kleiner fader Beigeschmack bot sich mir während des Testes leider dann doch. Bereits bei dritten Stativeinsatzes löste sich die Befestigungsschraube am Oberteil von einem der Beine und machte mir ein sicheres und wackelfreies Arbeiten schier unmöglich. Ob es sich hier um einen Zufall bei meinem Testobjekt handelt, oder ob sowas öfter vorkommt weiss ich leider nicht…
Einen für das eingesetzte Stativ passenden Schraubenschlüssel mit sich zu tragen, sollte jedenfalls immer eine Überlegung wert sein.
(Patrik Oberlin: „Das sich ein Stativbein an der Basis lösst, das sollte natürlich nicht sein. Allerdings muss ich hier sagen, dass wir bis jetzt keine weiteren Stative GT2545T mit diesem fehler hatten.“)

Mein Fazit:
Das Gitzo GT2545T Traveler ist sicherlich ein hervorragendes Stativ. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass das geringe Gewicht und Packmass nicht nur Vorteile mit sich bringt. Ausgefahren kann es bei gröberem Wetter schnell mal aus dem Gleichgewicht kommen.
Bei ruhigem Wetter oder arbeiten in Bodennähe kann es jedoch durchwegs überzeugen.

Thin ice

Zu Simon Roppel
Mehrfach international preisgekrönter Landschaftsfotograf.

Weitere Informationen und Teile seiner Arbeit auf www.simonroppel.com
https://500px.com/simonroppel

Patrik Oberlin: „Vielen herzlichen Dank an Simon Roppel für den ausführlichen Bericht! Die entstandenen Bilder sind unglaublich schön! Wir wünschen Dir weiterhin gutes Licht!!!“

Der Novoflex Classic Ball 3 II mit Landschaftsfotograf Roman Burri in den Lofoten

Ich habe auf meiner letzten Fotoreise in die Lofoten Norwegen für
Kropf Multimedia den Kugelkopf Novoflex Classic Ball 3 getestet.
Sieben Tage lang habe ich den Kugelkopf unter extremen Bedingungen bis -14 Grad, im tiefen Schnee und am Meer getestet.

Meine Erwartungen an den Kugelkopf

Der Kugelkopf muss leicht zu bedienen sein, darf nicht all zu schwer sein und die ausgerichtete Einstellung sollte sich beim Anziehen des Kopfes nicht verstellen.

Erster Eindruck

Der Kugelkopf wirkt sehr robust, keine billigen Plastikteile und alle Einstellungen und Hebel sind übersichtlich und schon fast selbsterklärend.
Durch seine Bauart klemmt sich die Kugel von innen fest und verhindert somit ein verrutschen der Kameraposition beim Anziehen des Hebels.

classic_ball_3_lofoten_3

Praxis

Das Montieren auf das Stativ ist sehr leicht, wie bei fast allen Kugelköpfen. Der Kugelkopf wird auf das Stativ aufgeschraubt und mittels einer Madenschraube fixiert.

Um die Kamera auszurichten, also den Kugelkopf zu bewegen, gibt es einen kleinen Hebel. Durch das hoch oder runterklappen hat man die Möglichkeit, die Kugel mehr oder weniger hart festzuziehen. Der grosse Vorteil darin ist, dass man den Kopf ganz einfach in einer kleinen und kurzen Bewegung lösen kann und nicht ein Rädchen mehrmals in seiner eigenen Achse drehen muss bis alles hält.
Bei den meisten anderen Herstellern wird das durch ein Einstellrad gelöst, der Hebel ist mir sehr sympathisch und lässt sich auch problemlos blind und mit Handschuhen bedienen.

Der ganze Stativkopf lässt sich in der horizontalen Achse auf der Panoramaplatte um 360Grad drehen, was super ist für Panoramas. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Stativ gerade ausgerichtet ist.

Wie hart sich der Kugelkopf im gelösten Zustand drehen lässt, hängt von der Friktion ab, auch die wird nicht wie bei andren Hersteller mit einer Feststellschraube eingestellt, sondern mittels Einstellring. Der Vorteil ist, dass man die Friktion so stufenweise einstellen kann und bei einem Objektivwechsel in dem die Kamera leichter oder schwerer wird automatisch auf die gewünschte Stufe eingestellt werden kann.

Was mich bei vielen anderen Stativköpfen störte, war dass sich bei sehr kalten Temperaturen der Kugelkopf nur noch sehr hartnäckig drehen lies, zum Teil sogar blockierte – selbst mit sehr lockerer Friktion. Um so mehr gespannt war ich, wie sich der Classic Ball 3 verhielt.
Gleich in der zweiten Nacht hatten wir -14 Grad, es war auch die kälteste Nacht der Reise. Wir fotografierten fast die ganze Nacht hindurch und der Kopf hat sich erstaunlich gut gehalten. Es wurde dennoch bemerkbar, dass der Kugelkopf mit der Zeit ein wenig härter lief, was aber mit dem Friktionseinstellring ein wenig angepasst werden konnte. Blockiert hatte er aber niemals. Dieser Punkt hatte er also bestanden.

Ebenfalls sehr nützlich sind die drei Öffnungen für den Kugelhals welche für Hochformataufnahmen vorgesehen sind. Für mich sind diese jedoch nicht relevant, da ich einen L-Winkel an der Kamera angebracht habe – was ich übrigens jedem für die Landschaftsfotografie empfehle.

classic_ball_3_lofoten_2

Fazit

Ich konnte den Kugelkopf schon nach sehr kurzer Zeit blind bedienen, hatte vollstes Vertrauen, dass er meine Kamera sicher und an genau dieser Position hält, an der ich sie will und auch in den kalten Nächten der Kopf mich nicht im Stich gelassen, in dem er blockierte oder harzig wurde.
Ein Kritikpunkt für mich ist das Gewicht. 500 Gramm ist nicht gerade wenig, vor allem wenn man auf längeren Touren unterwegs ist, jedoch sind die Kugelköpfe anderer Hersteller für dieses Traggewicht in etwa gleich schwer.
Als Landschaftsfotograf mit Vollformatkamera und schwerem Weitwinkelobjektiv wie dem Nikon 14-24 mm reicht sicher vom Gewicht her der Calssic Ball 2 auch aus. Will man aber auch noch grössere Teleobjektive fixieren ist mindestens ein Classic Ball 3 notwendig.

Für mich bisher der beste Kugelkopf den ich getestet habe.

Mehr Informationen über den Novoflex Classic Ball 3 II…

Über Roman Burri

Seine Leidenschaft ist die Landschafts- und Naturfotografie. Auf seinen Touren durch die Schweiz oder im Ausland hat er schon einige einzigartige Aufnahmen machen können. In einigen Workshops gibt Roman sein Wissen und die Motivation an seine Kursteilnehmer weiter. Roman ist für Einzelcoachings im Bereich Landschaft- und Naturfotografie mit anschliessender Bearbeitung in Adobe Lightroom buchbar.

Logo E-Mail Signatur_klein logo_500px_link faceb-ico

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑